(10) Endlich wieder Fans im Stadion – Generalprobe misslingt. Utrecht schlägt den VfL mit 2:0. Dazu stehen ein Mittelfeld sowie Linksverteidiger vor der Vertragsunterzeichnung… Wer sind die beiden „Neuzugänge“? Warum kniete Manuel Riemann am Boden?

Alles war angerichtet. Einstimmung auf die neue Bundesligazeit(en). Samstag 15:30 Uhr. Ein fast blau-weißer Himmel im Vonovia-Ruhrstadion. Die Band rund um Jo Hartmann spielte sich für die knapp 4.000 Bochumer warm. Stadionsprecher Michael Wurst konnte sein Glück kaum fassen, endlich wieder die Mannschaftsaufstellung mit den VfL-Fans gemeinsam zu zelebrieren…

Jo Hartmann mit Band auf dem neuen, Bochumer Rasen. „Ich bin unendlich glücklich, wieder hier sein zu können“, so der Sänger kurz vor dem Spiel.
Auf dem offiziellen Spielerbogen sind noch alle, aktuellen 28 Kicker des VfL aufgeführt. Ob dies am Ende der Transferperiode noch so bleibt, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen.
Bombensicher wird es mit dem Transfer des Wolfsburger zentralen Mittelfeldspieler Elvis Rexhbecaj klappen. Coach Thomas Reis verriet: „Ich kenne Elvis bereits aus Wolfsburg. Wir werden sehen, ob da etwas möglich ist. Ich würde mit Sicherheit nicht Nein sagen. Er ist ein feiner Junge mit einer super Mentalität“. Zwischen den Zeilen war also zu vernehmen, dass es zeitnah auch von Bochumer Seite eine offizielle Stellungnahme dazu geben wird. Somit sind die Bochumer im Mittelfeld definitv gut aufgestellt.
Was jedoch noch fehlt ist ein Linksverteidiger. Wie am Samstag zu hören und sehen war, wird dies höchstwahrscheinlich der Hoffenheimer Konstantinos Stafylidis sein. Der 1,78 Meter große Grieche kam in der abgelaufenen Saison bei Hoffenheim kaum zum Zuge, hatte dazu in den letzten Monaten starke Probleme mit der Schulter und musste operiert werden.
So sah die Startelf am Samstag gegen Utrecht aus. Nur auf einer Position (10, Asano) hatte Coach Reis das Team verändert. Nächste Woche im DFB-Pokal gegen Wuppertal wird Eduard Löwen eine wichtige Alternative im Mittelfeld -als Stratege sein. Milos Pantovic, der heute von Anfang an spielte, drängte sich mit seiner Leistung nicht für zukünftige Auftritte in den Vordergrund. Dazu fehlen weiterhin die wichtigen Kicker beim VfL, Danny Blum und Herbert Bockhorn, die zeitnah wieder zur Mannschaft und dann wohl auch in die Startelf drängen werden.
(Foto: Vfl1848.tv)
Manuel Riemann am Boden. Nach seiner Verletzung fiel der Führungsspieler des VfL gegen Utrecht wieder in sein „altes Muster“. Bereits in Minute ´11 und ´28 hielten die Bochumer Fans die Luft an, weil seine Pässe beinahe zu gefährlichen Aktionen für den Gegner geführt hätten. In der 44. Spielminute war es dann aber des Guten zu viel und Riemann spielte dem Utrechter Ramselaar den Ball so vor die Füße, das dieser das Tor einfach für die Gäste aus den Niederlanden machen musste.
Trainer Thomas Reis nach dem Spiel: „Manu kann das schon selber ganz gut einschätzen. Manchmal sind solche Dinge hilfreich, um zu schärfen, manchmal ist zum richtigen Zeitpunkt ein Schuss vor dem Bug nochmal gut“.
Was verwundert: in der abgelaufenen Aufstiegssaison (ohne Zuschauer) war Riemann ein absoluter Leistungsträger, bereitete mit seinen genauen Abwürfen sogar VfL-Tore vor. Hoffentlich wird er auch in der neuen Bundesligasaison weiterhin eine wichtige Konstante bei den Bochumer sein. Und der Bärendienst am Samstag war ein einmaliger Ausrutscher.
(Foto: Vfl1848.tv)
Trotz der Niederlage ein schöner Abschluss. Endlich konnten sich die Spieler wieder in der Ostkurve und bei den Fans bedanken. Nach einer ordentlichen 1. Halbzeit bleibt für den Coach noch viel zu tun, damit in Wuppertal ein Weiterkommen in die nächste DFB-Runde nicht gefährdert ist – und eine Steigerung beim Bundesliga-Auftakt in Wolfsburg in zwei Wochen wird nötig sein, um dort bestehen zu können.


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