Jahreshauptversammlung des VfL Bochum – Insider – Eindrücke

Ein Blick Hinter die Kulissen der JHV des VfL Bochum
Fotos: VfL Bochum 1848

Die wichtigsten Informationen kurz und bündig

Auch in diesem Jahr fand die Jahreshauptversammlung des VfL Bochum virtuell statt. Finanzvorstand Ilja Kaenzig lieferte Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Der VfL wächst massiv, das Corona-Minus wurde benannt.

25. Oktober. Erneut kamen die Mitglieder und Verantwortlichen des VfL Bochum um 19 Uhr virtuell zur Jahreshauptversammlung zusammen. Aktuell sind es 17.726.

Die wichtigste Nachricht verkündete Finanzvorstand Ilja Kaenzig gleich zu Beginn der JHV: Der Verein wächst massiv. Zweifellos bedingt durch den sportlichen Erfolg, der im Mai 2021 in der Zweitligameisterschaft und dem Aufstieg ins Fußball-Oberhaus gipfelte, erlebt der VfL Bochum einen Boom.

VfL Bochum boomt

So verkaufte der Klub, Stand 25. Oktober, für die laufende Saison 15.605 Dauerkarten. Das sind mehr als doppelt so viele wie in der bisher letzten regulären Saison 2019/20. Wahnsinns-Zahlen.

Auch in Sachen Trikotverkäufe konnte sich der VfL im fünfstelligen Bereich etablieren. Der Absatz hat sich in den vergangenen beiden Jahren bei rund 14.000 verkauften Exemplaren eingespielt. In dieser Saison stehe der VfL bei knapp 8.500, leider gibt es von seitens Nike Lieferengpässe, sodass viele Größen noch gar nicht verfügbar sind.

Investor

In Sachen Investor stellte Kaenzig klar, dass dieser keine kurzfristigen Schulden tilgen, sondern langfristig zum VfL passen müsse. Ein möglicher Geldgeber müsse dem Verein einen Mehrwert bieten und den Weg mitgehen. Das geht einher mit den Wünschen der Fans, die sich, laut einer Erhebung des Vereins, einen seriösen, langfristigen und kompetenten Investor wünschen.

Schließlich kam Kaenzig dann zu den tatsächlichen Zahlen der ausgegliederten Profiabteilung. So lag der Jahresumsatz des VfL Bochum 2020/21 bei rund 60 Millionen Euro. Die „kritische Schwelle“, die der Verein passieren muss, um sich in der Bundesliga etablieren zu können, liegt laut dem 48-Jährigen bei 100 Millionen Euro. Insgesamt schloss der VfL Bochum das vergangene Geschäftsjahr mit einem Jahresverlust von rund 5,1 Millionen Euro ab. Die Nettofinanzschulden stiegen um 6,4 auf 9,3 Millionen Euro. Die Verantwortlichen planen jedoch, das negative Eigenkapital nun zu reduzieren. Eine Möglichkeit bieten etwa die TV-Einnahmen, von denen der VfL durch den Aufstieg nun mehr kassiert.

Auch den Schaden, den die Corona-Pandemie beim VfL Bochum hinterlassen hat, konnte Kaenzig grob beziffern. 1,2 Millionen Euro an Einsparungen stünden rund 9,2 Millionen Euro Verlust entgegen. Dementsprechend liegt das Minus bei rund acht Millionen Euro. Die Liquidität des VfL Bochum sei aber definitiv gesichert.


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