Extrem-Stadion Bochum. Traumtor Osterhage – dann Frust in der Nachspielzeit…

Zwei Bilder. Zwei extreme Welten der Gefühle.

Osterhages Distanzschuss (64.) lässt das Ruhrstadion und alle Fans beben. Dann -mal wieder- in der Nachspielzeit (90.+3.) der späte Ausgleich. Diesmal durch Bremens Stark.

Hier war die Bochumer Welt noch in Ordnung. Jubel nach dem Traumtor von Osterhage.
Nicht schon wieder…Blick ins Leere von Riemann, Losilla und dem gefrusteten Schlotterbeck nach dem späten 1:1.
Kapitän Losilla schwer enttäuscht nach dem Spiel in der Mixed-Zone:
„Wir haben eine relativ schlechte erste Halbzeit gespielt, sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen. Das Gegentor am Ende tut uns einfach richtig weh. Es war heute ein komisches Fußballspiel, kein gutes Fußballspiel. Das haben wir aber auch so erwartet, Bremen wollte keinen Fußball spielen.
Torschütze Patrick Osterhage konnte sich nicht wirklich über sein Traumtor freuen.
„Es ist brutal enttäuschend, dass wir ein Spiel wieder durch ein ganz spätes Gegentor nicht gewinnen. Das ist uns nicht zum ersten Mal passiert, leider ist das in dieser Saison so.
Solche Spiele können wir gewinnen, wenn wir besser bis zum Ende verteidigen und Situationen sauberer ausspielen. Daran gilt es zu arbeiten. Den Schuss bei meinem Tor habe ich gut getroffen, den trifft man nicht jeden Tag so. Es war ein gewollter Torschuss.“

Schon am nächsten Samstag können die Bochumer -erneut Zuhause- gegen den VfB Stuttgart ein anderes spielerisches Gesicht zeigen.

Fazit: Unter dem Strich kann Coach Thomas Letsch grundsätzlich nach der nun abgeschlossenen Hinrunde mit seinem Team sein. 17 Punkte bedeuten aktuell Platz 14 in der Bundesliga. Sechs Punkte Abstand Relegationsplatz. Und rechnet man noch die „verlorenen“ vier Punkte gegen Köln und Mainz dazu, wären es sogar 21 Punkte. Und dies wäre sogar Platz 10… Damit könnte jeder in Bochum gut Leben…

Fotos: Sebastian Sendlak