Drama im Ruhrderby: VfL überrascht, aber der BVB siegt am Ende trotzdem mit 4:2.
Jetzt gilt: weiter Ruhe bewahren nach dem Auftritt gegen den Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund.
Was für ein Abend im Signal-Iduna-Park!
Der VfL hat im Ruhrderby gegen Borussia Dortmund alle Bochum-Fans mit einer tollen ersten Halbzeit begeistert. Trotz einer 2:4-Niederlage zeigten die Kicker eine Leistung, die Hoffnung für die Zukunft macht. Und auch auf den ersten Sieg.

Zeidlers Taktik-Trick: So stellte der VfL Bochum gegen Dortmund um
Trainer Peter Zeidler hatte gegen Borussia Dortmund einige mutige taktische und personelle Änderungen vorgenommen, die dem VfL eine starke erste Halbzeit bescherten.
Der Coach ermöglichte mit dieser Änderung, sowohl defensiv stabil zu stehen als auch schnell in die Offensive umzuschalten. Sichtbar war in einigen Situationen, die aggressive Pressing-Strategie, die Dortmund in den ersten 45 Minuten vor Problemen stellte. Die Bochumer Abwehr stand tief und kompakt, während das Mittelfeld durch schnelles Umschaltspiel glänzte. In der zweiten Halbzeit war davon jedoch weniger von den Bochumern zu sehen.
Personelle Änderungen
Im Vergleich zum letzten Spiel gegen Holstein Kiel nahm Zeidler einige Schlüsseländerungen vor:
- Mittelfeld-Neuordnung: Zeidler stellte das Mittelfeld um und brachte Matus Bero und Dani de Wit in die Startelf. Diese beiden Spieler waren maßgeblich an den frühen Toren beteiligt und sorgten für kreative Impulse.
- Abwehr: Tim Oermann rückte für Erhan Masovic ins Team.

Helden und Dramen
Die Bochumer Helden auf Zeit waren Matus Bero und Dani de Wit, die den VfL mit ihren Toren in der 16. und 21. Minute sensationell in Führung brachten. Doch dann kam der BVB zurück: Serhou Guirassy, Emre Can und Felix Nmecha drehten das Spiel und sorgten für die Dortmunder Party.
Ein Spiel voller Emotionen
Die Bochumer Fans konnten ihren Augen kaum trauen, als ihre Mannschaft den Favoriten aus Dortmund in den ersten 45 Minuten vor große Probleme stellte. Doch der BVB zeigte seine Klasse und drehte das Spiel in der zweiten Halbzeit. Ein echter Krimi, der die Zuschauer bis zur letzten Minute fesselte.
Ein Abend, der Hoffnung macht
Nach dem enttäuschenden 2:2 gegen Holstein Kiel war diese Leistung ein echter Lichtblick für den VfL Bochum. Die Mannschaft zeigte Kampfgeist und Leidenschaft, die Hoffnung für das nächste Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg machen. Mit dieser Einstellung kann Bochum in der Liga noch für einige Überraschungen sorgen.
Fazit
(Weiter) Ruhe bewahren.
Schiesst Boadu das 3:0 für den VfL oder trifft Broschinski zum 3:2, sieht die Fussballwelt anders aus. Zwar der Konjunktiv, der aber Hoffnung macht.
Auch bei Keeper Patrick Drewes, der zwar bei zwei Toren mitverantwortlich war, jedoch vorher mit einigen Paraden die Bochumer im Spiel hielt. Auffällig: Im Strafraum ist Drewes eine echte Bank, beim Antizipieren im Spiel fehlt jedoch noch das finale Timing.

Enttäuschend war auch erneut der Auftritt von Stürmer Moritz Broschinski. Zwar hatte er kurz nach seiner Einwechslung eine riesige Chance zur Führung, konnte diese aber erneut nicht nutzen. Ansonsten wieder sehr unauffällig.
Die Bochumer Fans können zufrieden mit ihrer Mannschaft in der ersten Halbzeit sein. Das nächste Heimspiel gegen Wolfsburg wird aber zeigen, ob Bochum an diese Leistung anknüpfen kann und sie auf den Platz bringt.
Ansonsten werden die Diskussionen um Trainer Peter Zeidler definitiv nicht leiser werden.
Fotos: Sebastian Sendlak