Bochum, 15:30 Uhr.
Die Kameras klicken, das Blitzlichtgewitter erhellt heute den Raum im Ruhrstadion, der fast voll besetzt ist – die Spannung im Presseraum des VfL Bochum ist spürbar.

Pünktlich zur offiziellen Vorstellung des neuen Sport-Geschäftsführers Dirk Dufner herrscht gespannte Erwartung – und der 56-Jährige liefert. Mit klaren Worten, spürbarer Entschlossenheit und einer Vision, die den Verein elektrisiert.

„Kurzfristig geht es um die Kaderplanung und darauffolgende Probleme“, eröffnet Dufner direkt und unmissverständlich. Kein langes Aufwärmen, keine diplomatischen Floskeln. Es ist eine Ansage – und zugleich ein Appell an alle, die es mit dem VfL halten: Jetzt zählt jedes Detail.
Was dann folgt, ist mehr als ein sportliches Pflichtprogramm. Dufner skizziert eine Philosophie, die tief in die DNA des Revierklubs greifen soll: „Wir wollen die DNA des VfL Bochum schärfen und weiterentwickeln.“ Und genau das ist nötig – nicht nur angesichts der sportlichen Herausforderungen, sondern auch mit Blick auf die Identität des Vereins.

Besonderes Gewicht legt Dufner dabei auf die Jugend. „Es ist enorm wichtig, die Jugend in den Vordergrund zu rücken“, betont er. Kein Lippenbekenntnis, sondern ein strategischer Kurswechsel, der tief greift. Für Dufner ist klar: „Es hindert uns keiner daran, Topspieler selbst zu entwickeln.“ Ein Satz, der nachhallt – nicht nur im Raum, sondern auch in den Köpfen der Fans und Verantwortlichen.
Diese Leidenschaft spürt man. Und vielleicht ist es genau diese Mischung aus Emotion, Expertise und Erfahrung, die Bochum jetzt braucht, um weitere Energiereserven freizusetzen. In seiner Karriere war Dufner für viele Vereine tätig – „bei denen das nicht so war“, wie er betont. In Bochum, so scheint es, ist er jetzt schon angekommen.
Ein weiterer Name fällt immer wieder: Dieter Hecking. Die Zusammenarbeit mit dem Sportvorstand beschreibt Dufner als „eine Freude“. Und er stellt klar: „Allein deshalb müssen wir in der Liga bleiben.“ Es ist dieser Satz, der die Dringlichkeit des Moments unterstreicht – und zugleich den Teamgeist, der an der Castroper Straße entstehen soll.

Der neue Sport-Geschäftsführer macht deutlich: Diese Mannschaft lebt. Und sie braucht jetzt die volle Unterstützung – von innen wie von außen. „Wir sollten alles dafür tun, in der Liga zu bleiben.“ Kein Wenn, kein Aber – nur ein Ziel.
Dirk Dufners erste Worte waren keine leeren Phrasen. Sie waren ein Versprechen. An den Verein, an die Fans – und an die Zukunft des VfL Bochum.
Eines ist klar: Der VfL geht mit neuer Energie ins Saisonfinale. Und Dufner bringt das, was jetzt gebraucht wird – Haltung, Vision und das berühmte Vollgas. An seinen Worten wird er sich in der Zukunft messen lassen müssen. Allein daran wird er sich messen lassen müssen – und genau deshalb hat Dirk Dufner die Chance verdient, zu zeigen, wozu er fähig ist.