Rösler holt die VfL-Emotionen zurück – Sonderurlaub für alle


Wer hätte das noch gedacht? Der VfL Bochum ist plötzlich wieder lebendig – hellwach, bissig, hungrig! Unter dem Vulkan-Trainer Uwe Rösler scheint der graue Zweitliga-Alltag vergessen. Zwei Siege in Serie, zwei Nullnummern hinten – dazu die jüngste Startelf seit 35 Jahren verwandelt das Ruhrstadion endlich wieder in ein Tollhaus. Der verdiente 2:0-Sieg über den 1. FC Magdeburg ist mehr als ein Sieg – er ist ein Statement. Bochum lebt wieder. Und ist auf Kurs. Verlässt die Abstiegsplätze.
Coach Rösler hat das geschafft, was vor Wochen noch unmöglich schien: Er hat den VfL wachgeküsst. Mit Mut, Mentalität und einer Ladung jugendlicher Unbekümmertheit.

Zur Belohnung für die heutige Power-Show gegen die Magdeburg gibt’s von Coach Rösler noch ein Sahnehäubchen obendrauf: Dienstag ist frei!
Statt Training – Sonderurlaub für alle! Die Jungs dürfen die Beine hochlegen, durchatmen und den Moment genießen. Erst am Mittwoch bittet der Trainer seine wachgeküssten Helden wieder auf den Platz.


Teen-Spirit statt Routine – und Torwart Timo Horn hält wie ein Fels
Der Coach vertraut seiner Pokalhelden-Elf – und die danken es ihm. Kein Bero, kein Hofmann, keine Ausreden. Stattdessen: Laufen, grätschen, brennen. Die Magdeburger? Früh heiß – aber an Timo Horn war kein Vorbeikommen. Gleich dreimal rettete der Keeper grandios, während vorne das Aluminium glühte. Erst Strompf an den Pfosten, dann Alfa-Ruprecht ans Lattenkreuz. Das Ruhrstadion stöhnte – aber keiner ließ den Kopf hängen.

Wätjen! Der Junge mit dem Willen
Dann kam Minute 41 – und mit ihr die pure Entschlossenheit. Kjell Wätjen, erst 19 Jahre jung, packt den Turbo aus, luchst Magdeburgs Abwehrchef den Ball ab, hebt ihn frech über Keeper Reimann: 1:0!
Sein erstes Pflichtspieltor für Bochum – und das in einem Spiel, das ganz Bochum wieder aufrüttelt. Die Fans toben, die Tribüne bebt.
Noch vor der Pause hätten die Blauen erhöhen können, doch der VAR blieb stumm, als Mathisen der Ball an die Hand sprang. Bochum aber ließ sich nicht beirren – die Richtung stimmte.


Holtmanns Tunnel zum Glück
Nach der Pause legte der VfL nach. Erst verpasste Onyeka, dann wurde es wild: drei Schüsse, dreimal geblockt – und Rösler an der Seitenlinie außer sich.
Doch dann der Moment, der alles entschied: Ecke Wittek, Ball prallt raus, Gerrit Holtmann nimmt Maß – Tunnel durch Reimanns Beine! 2:0!

Der Flügelflitzer trifft zum fünften Mal in dieser Saison und lässt das Stadion explodieren.

VAR-Drama, Elfer-Latte – und das große Aufatmen
Spannung, so wie man es in Bochum kennt, bis zum Schluss: Magdeburg bekommt in der 80. Minute nach VAR-Eingriff einen Elfmeter. Falko Michel läuft an – und hämmert die Kugel an die Latte! Der VfL überlebt, Rösler reißt die Fäuste hoch.

Bochum über dem Strich – und plötzlich wieder wer
Nach Wochen des Zitterns klettert Bochum auf Platz 14, raus aus dem Tabellenkeller. Die Spieler sind wieder wer in der Liga – mit Power, Teamgeist und einem Trainer, der alles verändert hat.
„Man spürt, dass wieder Leben in der Bude ist“, raunte ein Fan auf der Osttribüne – und das war noch untertrieben.
Uwe Rösler hat Bochum nicht nur wachgeküsst – er hat ihnen den Glauben zurückgegeben. So einfach kann Fußball sein.

Nächster Halt: Braunschweig.
Und wer den VfL aktuell sieht, weiß: Dieser Klub hat wieder Bock auf Fußball.

Und zur Belohnung für die heutige Power-Show gegen die Magdeburg gibt’s von Coach Rösler noch ein Sahnehäubchen obendrauf: Dienstag ist frei!
Statt Training – Sonderurlaub für alle! Die Jungs dürfen die Beine hochlegen, durchatmen und den Moment genießen. Erst am Mittwoch bittet der Trainer seine wachgeküssten Helden wieder auf den Platz.

Fotos: Sebastian Sendlak