Der VfL Bochum gewinnt am Ende verdient sein Heimspiel gegen Arminia Bielefeld mit 1:0. Matchwinner ist Philipp Hofmann, der in der 70. Minute nach einer Flanke per Kopf trifft. Zwei Tore in zwei Pflichtspielen sind Balsam auf die Seele des Stürmers. Sportlich ein wichtiger Sieg (Platz 9, 19 Punkte)– doch auch ein Gesprächsthema des Abends: Schiedsrichter Wolfgang Haslberger.

Was der Unparteiische an diesem Nachmittag ablieferte, war nichts für schwache Nerven.
Viele Fouls, viele Karten, wenig Linie – und am Ende sogar eine Rote Karte für Bochums Direktor Lizenzfußball Simon Zoller, der den Ball nur kurz festhält. Die Gelbe Karte wäre ausreichend gewesen.

Schon früh starten nicht nur die Teams, sondern auch Schiri Wolfgang Haslberger (32) :
Alfa-Ruprecht (18.) sieht Gelb, weil er einen Freistoß blockiert, Wätjen (34.) nach einem taktischen Foul. Nach der Pause folgen weitere Verwarnungen für Bochum Lenz (80.), Strompf (85.) und Hofmann (88., Reklamieren), für Bielefeld Momuluh (61.) und Wörl (82., Beschwerde). Immer wieder liegt das Spiel wegen Pfiffen und Karten am Boden, ein klarer Maßstab des Referee ist für viele Zuschauer nicht erkennbar.
Die Partie selbst?
Eigentlich ein intensiv geführtes, offenes Spiel, Bielefeld spielt auch mit, Bochum mit steigender Dominanz. Chancen auf beiden Seiten, hektische Umschaltmomente, packende direkte Duelle.
Doch Wolfgang Haslberger pfiff die Partie immer wieder klein, stoppte den Spielfluss und sorgte dafür, dass weder Rhythmus noch Ruhe aufkommen konnten.
Spieler und Trainer wild gestikulierend, Fans pfeifend, das Stadion immer lauter –
man spürte: Das Match stand kurz davor, zu entgleiten.
Bochum behält am Ende verdient die Oberhand – doch neben dem Sieg bleibt vor allem eines hängen:
ein hitziges Spiel, in dem Schiedsrichter Wolfgang Haslberger mehr im Mittelpunkt stand als allen Beteiligten lieb sein konnte – und das ist selten ein gutes Zeichen.
Fotos: Sebastian Sendlak