Bochum ohne Dampf gegen Augsburg. Zwei Geschenke des VfL reichen dem Club aus Bayern für einen Auswärtssieg. Und täglich grüßt das Murmeltier. Maxim Leitsch erneut höchst unkonzentriert…

Es wäre zu einfach, es nur an ihm festzumachen. Die Niederlage gegen Augsburg. Maxim Leitsch. Schließlich spielt man zu elft.

Jedoch kann man von einem Profi erwarten, dass er an sich und seinen Fehlern arbeitet. Bereits am 02. März sorgte er in der letzten Minute der Nachspielzeit im DFB-Pokal mit einer fatalen Nachlässigkeit dafür, dass die Bochumer aus dem Pokal ausgeschieden sind. Nach dem DFB-Pokal-Spiel nahmen alle Spieler und Verantwortlichen Leitsch in Schutz. Coach Reis nachher: „Da muss Maxim jetzt durch, wenn er ein Großer werden möchte.“

Auch heute nach dem Spiel sagte „Vertretungs-Coach“ Markus Gellhaus zu der erneut unglücklichen Szene: Er ist ein junger Spieler, da muss man auch mal mit einem Fehler rechnen. Dass es ausgerechnet heute passiert, ist ärgerlich. Aber das wird ihn nicht umwerfen.“

Auch wenn es intern erneut keinen Vorwurf an den Spieler gibt:

Der 23-jährige Verteidiger ist wieder und maßgeblich daran beteiligt, dass die Bochumer auf die Verliererstraße eingebogen sind. Eine Unkonzentriertheit mit fatalen Folgen. Ein nachlässiger Kopfball zurück zu Riemann ist viel zu kurz, sodass der Augsburger Hahn keine Probleme hat, die Kugel zum 1:0 zu versenken.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass die Bochumer noch genug Zeit gehabt hätten, das Ding zu drehen. Stimmt. Wenn dann aber in der 41. Minute ein dummes Foul von Soares zum Strafstoß führt (der Kontakt war übrigens innerhalb) und der ehemaliger Bochumer Gregoritsch zum 2:0 erhöht, obwohl bis dahin Augsburg so gut wie nicht vor dem VfL Tor aufgetaucht ist, kann man schon fragen: Was ist denn hier los?

Wo ist denn die Leidenschaft, Heimstärke und Kampfgeist der Bochumer geblieben?

Wo waren denn die erarbeiteten Torchancen?

Wo der sichtbare Wille auf den Ausgleich?

Untern Strich kann man es heute, so wie Sebastian Polter es treffend nach dem Spiel beschreibt, zusammenfassen: „Wir haben es dem Gegner sehr, sehr einfach gemacht, indem wir ihm zwei Tore geschenkt haben. So kannst Du natürlich schwer in der Bundesliga punkten.“

Jetzt gilt es, das Spiel und die Fehler aufzuarbeiten. Taktisch hat das Trainerteam um Reis heute nicht punkten können. Locadia und Löwen auf der Bank zu lassen, hat dem Spiel nicht gutgetan. Patrick Osterhage dafür zu bringen, sorgte für wenig Impulse im kreativen Spiel des VfL. Auch war Kapitän Losilla heute kaum sichtbar, genauso wenig wie Gerrit Holtmann.

Zum Glück ist beim Derby nächste Woche gegen Borussia Dortmund wieder Coach Thomas Reis am Spielfeld, um einzugreifen, wenn es erneut nicht rund laufen sollte. Und wer weiß: gegen die richtig starken Gegner aus der Bundesliga haben die Bochumer in der Vergangenheit ja nicht schlecht Fußball gespielt.

Die Nicht-Abstiegsparty muss somit noch warten…

Nur die Augsburger zündeten heute. So etwas gehört jedoch nicht ins Stadion, sondern muss an Silvester Freude bereiten. Wahrscheinlich gibt es die nächste Geldstrafe für den VfL vom DFB…

2 Gedanken zu “Bochum ohne Dampf gegen Augsburg. Zwei Geschenke des VfL reichen dem Club aus Bayern für einen Auswärtssieg. Und täglich grüßt das Murmeltier. Maxim Leitsch erneut höchst unkonzentriert…

  1. Alles richtig! Schon gegen Freiburg habe ich von Anfang an gedacht, das gibt eine Klatsche. Gegen Augsburg hatte ich ein anderes Auftreten erwartet. Aber es war ein hektisches Wischiwaschi-Spiel. So können wir froh sein, dass wir wahrscheinlich rechtzeitig die Punkte gegen den Abstieg eingesackt haben. Losilla hätte früh ausgewechselt werden müssen. Leitsch und Bella-Kotchap, die wahrscheinlich demnächst sowieso weg sind, könnten eine Pause vertragen. Bei Bella-Kotchaps Spielaufbau ist eins sicher: Der Ball landet beim Gegner oder im aus. Hoffe auf einen Punkt gegen Dortmund.

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