Happy End im Sieben-Tore-Spektakel gegen Union Berlin

Heiko Butscher war nach dem Sieg gegen Berlin einfach nur glücklich und sympathisch ehrlich – und sprach allen VfL-Fans, die entweder im Stadion oder vor den Fernsehen Geräten (mit)gezittert hatten, bei DAZN aus der Seele: „Krasse Scheisse, unser Nervenkostüm ist im Arsch, wir sind aber überglücklich.“

Zum Spiel:

In einem erneut dramatischen Bundesliga-Spiel unterlag Union Berlin dem VfL Bochum mit 3:4.

Die Partie war ein wahres Torfestival, das die Zuschauer und besonders die VfL-Fans bis zur letzten Sekunde in Atem hielt. Selbst eine drei zu null Führung zur Halbzeitpause ließ nicht zu, dass die Bochum Fans entspannt eine zweite Halbzeit erleben konnten.

Zum Glück wurde die beeindruckende Aufholjagd in der zweiten Halbzeit der Berliner nicht belohnt. Coach Heiko Butscher wird viele Ansätze gesehen haben, die er in der laufenden Woche mit dem Team besprechen muss. Wieso reicht selbst eine drei Torführung nicht aus, um souverän das Spiel zu Ende zu bringen? Denn die gleiche Truppe aus der ersten Hälfte, war auch in den zweiten 45 Minuten auf dem Platz. Und hatte kaum Zugriff mehr auf das Spiel.

Die Bochumer, angeführt von Maximilian Wittek erneut mit einem Doppelpack (!) und auf ungewohnter Position, zeigten in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und konnten ihre Position im Abstiegskampf weiter festigen.

Die Tore für Bochum erzielten Wittek (16. und 31. Minute), Keven Schlotterbeck (37.) und Philipp Hofmann (70.). Für Union Berlin trafen Yorbe Vertessen (59.), Chris Bedia (62.) und Benedict Hollerbach (74.).

Mit diesem Ergebnis kann der VfL nun nicht mehr direkt absteigen, während Union Berlin in der aktuellen Verfassung auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen ist, um in der Bundesliga zu verbleiben.

Bochum hat somit bestätigt, dass sie, wenn sie ihre Leidenschaft und Tugenden von Anfang bis zum Ende des Spiels mit ins Boot werfen, in der Bundesliga bestehen können.

Und auch Trainer Heiko Butscher hat gezeigt und bewiesen, dass er genau an den richtigen Stellschrauben gedreht hat, um den VfL wieder zu beleben. Die Chance, dass die Bochumer in der nächsten Saison erneut in der ersten Bundesliga spielen, sind nach dem Unentschieden von Mainz gegen Heidenheim, mehr als gestiegen.